coral and mauve

Steiermark: Ein Wochenende im Zeichen der Entschleunigung

9. April 2017 3 Comments

Mehr Auszeiten und Achtsamkeit – Wie bewusst ich diesen Vorsatz einhalten würde, war mir beim Schreiben der Zeilen nicht klar. Jetzt, Anfang April, kann ich sagen, dass es wichtig war wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu hören. Dieses Jahr hat für mich unglaublich spannend angefangen. Ich habe meinen Teilzeitjob als Social Media Managerin gekündigt, bin halbspontan nach Portugal geflogen um ein paar Tage zu entspannen, habe mich wieder verliebt und arbeite nun in einer neuen Agentur, und das Vollzeit. 2017 hat es in sich. Definitiv. Und obwohl ich mich nicht beschweren kann und quasi alles am Schnürchen läuft, muss ich mich immer noch an meinen neuen Alltag gewöhnen. Ich habe mich damit abgefunden Prioritäten setzen zu müssen, denn auch wenn ich gerne würde, ich habe weder die Zeit noch die Kraft alles zu machen. Eine Freundin der Halbherzigkeit war ich noch nie und deshalb ist es hier auch so ruhig. Ich wäre nicht glücklich, wenn ich hier im Wochentakt lieblos geschriebene Beiträge veröffentlichen würde. Das wäre nicht die Intention hinter coral and mauve und auch gar nicht meine Art.

Ende März habe ich jedoch ein wunderschönes Wochenende mit Grazer Bloggermädls und meinem Liebsten verbracht, das mir gezeigt hat, wie schön das Bloggen immer wieder sein kann. Neue Menschen kennenlernen, gemeinsam eine schöne Zeit verbringen, fotografieren, miteinander lachen und sich gegenseitig stärken. Etwas, was mir in den heutigen Zügen der Blogosphäre immer öfter fehlt. Weshalb ich mich vermutlich immer mehr aus dem Trubel zurückziehe und nur hin und wieder sehen lasse. Die Zeit in der Steiermark war allerdings herrlich entspannt und lustig, deshalb will ich euch heute davon erzählen.

Für uns ging es erst am Freitagabend nach der Arbeit in Richtung Loipersdorf, was unsere Freude an das Wochenende allerdings nicht minderte. Im Thermenhotel Stoiser angekommen erwarteten uns eine kalte Platte und ein paar Mehlspeisen, da wir das Abendessen leider verpassten. Eine aufmerksame und nicht selbstverständliche Geste. Zu gerne hätte ich ein bisschen mehr Zeit dort verbracht und auch den hoteleigenen Wellnessbereich genutzt, wir checkten allerdings schon nach einem üppigen Frühstück aus, da wir am Samstag einiges vorhatten.

Die erste Überraschung war eine Stunde Klangmeditation, etwas was ich bisher noch nie gemacht, aber definitiv genossen habe. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich abschalten konnte, irgendwann erwischte ich mich aber sogar dabei, fast einzunicken. Perfekt um ruhig in den Tag zu starten.

Nach einer kleinen Führung hinter den Kulissen der Therme, machten wir uns bereits auf den Weg zur Quelle Lautenberg. Die kleine aber feine Wanderung führte uns über Waldwege zu Weinbergen und das Wetter hätte nicht traumhafter sein können. Genauso wie der Ausblick! Wir entspannten mehrere Stunden, verkosteten Weine vom Weinhof Kowald, probierten allerlei gute Strudel und eine Schwammerlsuppe und genossen einfach die Auszeit in der strahlenden Sonne. Natürlich gab es auch Uhudler Frizzante, den ich so als Wienerin gar nicht kannte, aber gut und gerne zwei, drei Gläschen davon probierte.

Unser Ausflug führte uns weiter zum Schloss Tabor im Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien, dessen spannende Geschichte uns bei einem weiteren Glas Uhudler Frizzante erzählt wurde. Heute werden dort zahlreiche Open-Air Opern aufgeführt. Ein wunderschönes und romantisches Plätzchen, kein Wunder, dass hier auch Hochzeiten gefeiert werden. Nach einer kleinen Einlage des Jennersdorfer Kinderchors, fuhren wir zur Ölmühle der Familie Papst und ich war sicherlich nicht die einzige, die beeindruckt war, als wir zusehen konnten, wie Kernöl gepresst wird. Ich habe den köstlichen Duft immer noch in der Nase!

Bevor wir den Tag beim Buschenschank Kellerstöckl Hartinger ausklingen ließen, gab es nicht nur einen feinen Abendspaziergang samt Akkordeon-Begleitung, sondern eine weitere Weinverkostung. So lässt sich’s genießen. Neben einer guten Flasche Rotwein gab es eine wunderbare Brettljause mit allerlei Spezialitäten wie dem klassischen Käferbohnensalat oder Kürbiskernaufstrich. Ein wundervoller und lustiger Abend neigte sich dem Ende zu, bis noch ein kleines Highlight folgte: Wir verbrachten die Nacht in kleinen Herbergen und wurden alle höchstpersönlich von den Familien abgeholt. Ich liebe Hotels, hin und wieder übernachte ich aber auch wahnsinnig gerne in privaten Unterkünften und fand die Idee uns beide Seiten zu zeigen toll. Im Gästehaus Bergbrunnen fühlten wir uns auf Anhieb wohl, was bei der herzlichen Begrüßung von Familie Hebenstreit auch nicht schwer fiel. Geschafft von den vielen Eindrücken des Tages haben wir nicht wie geplant noch eine Nacht-Fototour gemacht, sondern sind ziemlich bald eingeschlafen. Ein Grund mehr wieder zu kommen. Nach dem Frühstück ging es für uns beide endlich ans Entspannen in die Therme Loipersdorf.

Bevor wir aber überhaupt die Therme entdecken konnten, hatte ich einen Termin um die „Ganzheitliche Loipersdorf Methode“ und die Philosophie vom Loslassen, Erleben und Stärken beim Watsu zu erleben. Eine Stunde lang genoss ich das Shiatsu im Wasser, meine Verspannungen wurden gelöst und ich war danach so entspannt wie lange nicht mehr. Während ich mich danach einfach nur weiter ausruhen wollte, ließen die anderen es sich nicht entgehen im Fun Park rutschen zu gehen. Später stärkten wir uns mit einem Lachsforellen-Filet und Kürbiskern-Schnitzel und genossen danach die Ruhe und das wohltuende Heilwasser im Exklusivbereich „mein Schaffelbad“. Um den ruhigen Tag noch möglichst lange zu genießen, waren wir noch im AlphaSphere Cocoon. Eine knappe halbe Stunde Entspannung pur, bei beruhigenden Klängen und perfekt als Abschluss eines wundervollen Wochenendes. Tiefenentspannt und mit vielen schönen Erinnerungen an das Getaway machten wir uns wieder auf den Weg nach Wien. Und ich wurde wieder daran erinnert, wie schön ein Wochenende in Österreich sein kann und dass man nicht immer in die Ferne fliegen muss. Danke für die schöne Zeit.

Die Grazer Bloggermädls, mit denen wir das Wochenende genossen haben:

Alina von Black Beach Chair, Lisa von My Cafè Au Lait, Yvonne von No Envy, Christina von Christina Waitforit, Claudia von What bakes me smile, Denise von Neumodisch und Clarissa, Diana und Johanna von Dogdays of Summer.

Danke auch an meine wunderbare Begleitung Martin und die Fotos, die großteils von ihm sind.

Was muss man eurer Meinung nach unbedingt in der Steiermark erlebt haben? Wart ihr schon in Loipersdorf? 


Transparenz // Unterkünfte, Verpflegung und Ausflüge wurden von der Region Loipersdorf übernommen, vielen Dank dafür. 

3 Comments

  1. Antworten

    Lisa

    9. April 2017

    Liebe Mirela!

    First things first: Ich habe mich wirklich gefreut, dich und Martin kennenlernen zu dürfen und auch wenn es eine kurze Zeit war, war es eine sehr schöne Zeit. Ich finde es übrigens auch wirklich super, dass du dir selbst treu bleibst und man liest auch wirklich heraus, dass du in diesem Beitrag sehr viel Liebe hineingesteckt hast. Halbherziges will ohnehin keiner lesen und es macht dich authentisch, dass du hinter jedem Beitrag voll und ganz dazu und vor allem zu dir selbst stehst 🙂

    So und nun zum Beitrag. Du hast unser gemeinsames Wochenende sehr, sehr gut und schön beschrieben 🙂 Und schön, dass du auch mal zwei, drei Gläschen Uhudler probieren konntest. Ich liebe diesen Wein seit ich offiziell und legal Wein trinken darf und er erinnert mich selbst auch ein bisschen an meine Jugendzeit, als ich angefangen habe, fortzugehen oder mit Freunden meine Zeit bei diversen Buschenschänken der Region verbracht habe. Selbst bei unseren Studentenpartys darf er nicht fehlen, aber ich sitze ja auch an der Quelle 😉

    Es freut mich zu lesen, dass dir die Watsu Behandlung genauso gut gefallen hat, wie mir. Übrigens: Auch eure Fotos sind super geworden. Da haben du und Martin ganze Arbeit geleistet. Sehr, sehr schön.

    Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder mal über den Weg laufen würden 🙂 Vielleicht ergibt es sich ja mal wieder.

    Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart 🙂

    Liebste Grüße
    Lisa
    http://www.mycafeaulait.at

  2. Antworten

    Ursula

    30. April 2017

    Ich wußte gar nicht, dass in der Steiermark auch Uhudler angebaut wird, ich kenne ihn nur aus dem Burgenland und er war ja lange Zeit verboten, vielleicht ist er deshalb so gut!

  3. Antworten

    Carrie

    3. Mai 2017

    wow das sind unglaublich tolle Aufnahmen über meine Heimat. Toller Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

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