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Beautylieblinge im Sommer 2015 und ein paar Gedanken zu #lifestylesolltemehrsein

14. September 2015 8 Comments

Ich bin derzeit ziemlich hin und hergerissen, wenn es darum geht zum normalen Bloggeralltag zurückzukehren. Im Sommer habe ich mir bewusst Zeit genommen meine Gedanken zu ordnen, meine Prioritäten haben sich aber geändert und viele Dinge mit denen ich mich gerne beschäftigt habe, sind in den Hintergrund geraten. Überschattet von Geschehnissen, die uns alle betreffen und die mir von Tag zu Tag mehr Sorgen machen. Die Situation hier in Europa ist verdammt noch mal beunruhigend. Und obwohl ich mich engagiere, selber in Traiskirchen anpacke, auf die Situation aufmerksam mache und mit vielen Tausenden auf die Straßen gehe, Unterschriften für eine parlamentarische Bürgerinitiative sammle oder auch einfach nur versuche Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und sie für ein paar Stunden abzulenken: Ich fühle mich so machtlos. Und mein Gewissen plagt mich jedes Mal, wenn ich mich Dingen widme, die hier normalerweise Platz finden. Kann ich mich trotz der aktuellen Lage überhaupt mit Themen wie Kosmetik, Ernährung, Mode, Fitness und Co. beschäftigen? Ja. Ich glaube alles andere würde mich auf Dauer kaputtmachen. Es sollte nicht verwerflich sein, manchmal einfach abzuschalten und sich nicht ständig den Kopf zu zerbrechen. Hin und wieder in die schöne Lifestylewelt zu tauchen und sich nicht schlecht dafür zu fühlen.

Ich habe mich heute Abend dazu entschieden euch ein paar Lieblinge vorzustellen, die mich den ganzen Sommer über begleitet haben. Zwar war ich meist ungeschminkt und beschäftigte mich kaum mit Kosmetik, ein paar wenige Produkte überzeugten mich aber so sehr, dass sie es einfach verdient haben hier auf dem Blog erwähnt zu werden.

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Paula’s Choice Resist Barrier Repair Moisturizer

In den letzten Monaten habe ich meine Hautpflege grundlegend umgestellt und einige Produkte ausprobiert, mit dem Schluss, dass ich gerade mit Paula’s Choice sehr zufrieden bin. Meine liebste Pflege ist eindeutig der Resist Moisturizer, er hat eine reizfreie Formulierung, zieht schnell ein, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass sie schön glatt und strahlend wirkt. Ich war schon lange nicht mehr so verliebt in ein Pflegeprodukt! Meine Haut war früher immer sehr trocken, mittlerweile habe ich gar keine Probleme mehr damit. Was ich seit der Perioralen Dermatitis noch verwende, will ich euch aber sowieso noch in einem eigenen Beitrag zeigen.

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Urban Decay 24/7 Glide-On Eye Pencil in Scorch

Was soll ich noch dazu sagen? Der Eye Pencil ist und bleibt mein All-time Favourite, definitiv. Ich glaube neben Basics wie Mascara und Puder, ist er das meist genutzte Produkt in meiner Sammlung. Kein Wunder, bei der wunderschönen Farbe.

Bobbi Brown Perfectly Defined Long-Wear Brow Pencil in Espresso*

Anfangs war es eine Hassliebe zwischen uns, zwar praktisch, aber nicht so recht das, was ich mir erwartet hatte. Ich freute mich über eine praktische Alternative zu meiner geliebten Anastasia Beverly Hills Brow Pomade, farblich passt der Brow Pencil zwar perfekt, die Mine war aber viel zu hart. Glücklicherweise änderte sich das nach nur wenigen Tagen und mittlerweile wird er jeden Morgen in die Hand genommen. Die Haltbarkeit ist spitze und das Betonen der Brauen geht damit wie im Schlaf. Perfekt, wenn er nicht ganz so teuer wäre.

MAC Sheertone Shimmer Blush in Springsheen*

Obwohl ich über den Sommer meist nur Bronzer verwendet habe, entdeckte ich ein MAC Blush für mich, das ich schon lange auf dem Radar hatte. Springsheen ist ein wunderschönes Pfirsich-Koralle mit Schimmer, die Textur ist sehr zart und im Sonnenschein strahlt die Haut damit richtig. Ich wurde in den letzten Wochen ziemlich oft darauf angesprochen, sogar von der lieben Barbara.

Kiehl’s Actively Correcting & Beautifying BB Cream in Light

Diesen Sommer habe ich so wenig Makeup wie noch nie getragen, gerade auf Foundation habe ich so gut wie komplett verzichtet. An manchen Tagen griff ich aber gerne zu einer BB Cream, Kiehl’s ist hier immer noch mein Liebling. Hoher SPF, angenehme Textur, perfekt passende Farbe und ein schönes Finish.

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L’Oréal Professionnel Pro Fiber Restore Maske*

Seit etwa zwei Monaten verwende ich die neue Pro Fiber Pflegeserie, die dafür sorgt, dass die Haare gestärkt und repariert werden. Nach dem Treatment im Salon waren sie unglaublich weich und auch von der Struktur wesentlich schöner, an dem Ergebnis hat sich bis heute nichts geändert. Ich habe das Gefühl, dass vor allem die Maske kleine Wunder bewirkt und verwende sie deshalb jede Woche. Mittlerweile kommen meine Naturlocken wieder viel stärker heraus, sind aber gleichzeitig weniger frizzig. Großartig!

Ich möchte meine Stimme als Bloggerin trotz Lifestylethemen nutzen und weiterhin meinem Unmut Luft machen. Nein, hier geht es nicht um Imagepflege wie böse Zungen behaupten. Natürlich könnte ich auch helfen, ohne darüber zu berichten, ich bin aber der Meinung, dass wir viel mehr erreichen, wenn wir laut sind und das Thema ansprechen. Ein Bewusstsein dafür schaffen. Wie sagte ich im Juni? Lifestyle sollte mehr sein. Gerade in Zeiten wie diesen. Besonders schön finde ich, dass es mittlerweile Initiativen wie #bloggerfuerfluechtlinge gibt.

Welche Produkte habt ihr in den letzten Wochen besonders gerne benutzt oder neu entdeckt? Wie geht ihr mit der derzeitigen Situation um? Fällt es euch leicht zu bloggen oder habt auch manchmal ähnliche Gedanken?
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8 Comments

  1. Antworten

    Barbara

    14. September 2015

    Liebe Mirela,
    Ich verstehe dich da so gut, es geht mir da ganz ähnlich. In jedem Fall bewundere ich dein Engagement sehr.
    Und ich freue mich sehr über die Verlinkung, Springsheen ist aber auch wirklich wie für dich gemacht!
    Barbara

  2. Antworten

    Muddelchen

    15. September 2015

    Ich finde es sehr toll, dass Du Dich so engagierst. Dennoch stimme ich Dir zu, dass man auch an sich selbst denken muss und wenn Dir das „schöne, banale“ Leben (um es mal irgendwie so zu benennen, Kraft gibt und Dir hilft, Dein Engagement weiter zu führen oder einfach auch mit allem besser zurecht zu kommen, dann ist es auch richtig und gut so. Streng genommen passieren immer irgendwo schreckliche Dinge, dann dürften wir alle kaum noch bewusst unseren Hobbies nachgehen. Niemand kann ständig auf Elend, schlechte Nachrichten usw. fokussiert sein und bleiben. Ich wünsche DIr jedenfalls auch weiterhin viel Freude am Bloggen. LG

  3. Antworten

    Jenny

    15. September 2015

    Ich verstehe dich auch sehr gut!!
    Ich mache mir immer wieder Gedanken wie ich helfen kann, außer mit Spenden. Gerne würde ich auch Deutschkurse anbieten, aber da fehlt mir neben meinem 40 Std. Job, meinem Teilzeitstudium und meinem Blog leider die Zeit.
    Mich stört auch die geringe Transparenz. Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber in Deutschland ist es so schwierig rauszufinden, was noch fehlt…alles was man liest: bitte keine Kleidung mehr.
    Irgendwie hat man niemand richtig zum Ansprechen…das macht mich wahnsinnig!
    Liebe Grüße
    Jenny

  4. Antworten

    Carmen

    15. September 2015

    Liebe Mirela, ich kanns nur hier nochmals sagen, wie ich es auch schon auf deiner Facebook-Seite getan habe:
    Genau diese Überlegungen waren es, die ich hatte, als ich im Mai diesen Jahres meinen goodblog gestartet habe. Bei mir gibt’s deshalb Dinge, die gut sind (und schmecken), die auch als gutes Beispiel voran gehen können. Wenn ich auch meinen Schwerpunkt aufgrund der gesellschaftlichen Lage, in der wir uns befinden, bewusst danach ausgewählt habe, muss ich schon sagen: Bitte, bitte, bitte lasst uns auch noch andere Dinge lesen, als die traurigen Nachrichten und die Hetze überall. In diesem Sinne von mir ein lautes, deutliches JA! Liebe Grüße, Carmen

  5. Antworten

    Leonie-Rachel

    15. September 2015

    Hallo, wir haben eh letztens schon darüber geredet. Ich finde, dass es oft schwer fällt nicht über all das Leid nachzudenken. Wenn ich manches lese oder sehe, schiessen mir die Tränen hoch. Da denke ich geht es vielen so. Aber auf der anderen Seite lenken mich all die schönen Dinge des Lebens auch wieder ab.
    Du darfst dich nciht schlecht fühlen, du tust so viel und das ist wunderbar. Nur es sollte dich nicht kaputt machen. Nur wenn du ein glücklicher gesunder Mensch bist, kannst du 100 % helfen bzw. was verändern 🙂

    ach es ist schwer die richtigen Worte zu finden.

    Ich finde es schön deine Sommerlieblinge zu lesen, das ein oder andere Produkt werde ich mal ausprobieren.

    bussi!

  6. Antworten

    Caren

    15. September 2015

    Ich stimme dir zu. Es spricht für dich, dass du dich mit diesen Themen beschäftigst. Ich bin auch so ein Kopfmensch, gerade deswegen ist das Bloggen für mich ein Ventil, vielleicht auch eine Art „wegbeamen“.
    Niemanden hilft es, wenn wir uns ob der derzeit herrschenden Situation zerfleischen. Ein bisschen Zerstreuung zwischendurch kann nur helfen. Ich drück dich und lasse liebe Grüße da. Caren

  7. Antworten

    kirschbluetenschnee

    16. September 2015

    Ich bin der Meinung, dass man ab und zu einfach zum Alltag zurückkehren MUSS, weil man sonst verrückt wird.
    Wenn man mit anpackt, andere motiviert und auf die Situation aufmerksam macht, tut man schon unglaublich viel und das Bloggen ist – zumindest für mich – einfach mal kurz Entspannung und „Runterkommen“. Dafür sollte man sich nicht schämen müssen. Es ist unfassbar wichtig, seinen Beitrag zu leisten, aber man sollte sich nicht darin verlieren. Danke für dein Engagement!

    Und nun zum „Alltag“ 🙂 Der Urban Decay 24/7 Glide-On Eye Pencil in Scorch sieht richtig toll aus, ich mag die UD Pencils sowieso sehr gerne, da werden definitiv noch weitere Farben bei mir einziehen 🙂

  8. Antworten

    Beauty Butterflies

    16. September 2015

    Keinem nützt es was, wenn wir alle vor Ohnmacht zusammenbrechen und uns nicht mehr an Schönen Dingen erfreuen können. Das würde einen doch wahnsinnig machen!

    Du machst ja schon sooo viel und das ist bewundernswert. Wenn jeder nur einen kleinen Beitrag leistet, können wir die Situation sicher verbessern. Die Politik ist leider keine große Hilfe habe ich das Gefühl. Das muss von „Unten“ kommen.

    Und die Energie holt man sich auch indem man geliebte Hobbys genießt 🙂 Und ein schlechtes Gewissen sollte man dabei nicht haben 🙂

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